02.10.2017 13:25 0 Kommentare

Akkuschrauber

Akkubohrschrauber, Schlagbohrschrauber und Akkuschlagschrauber


Grundsätzlich können alle Akkuschrauber zum Befestigen von Schrauben eingesetzt werden. Ob diese darüber hinaus auch gelöst werden können oder Werkzeug auch zum Bohren eingesetzt werden kann, ist modellabhängig. Daher finden Sie eine enorme Auswahl an Akkuschrauber- Modellen auf dem Markt. Unterteilt wird das Werkzeug in die Unterkategorien Akkubohrschrauber, Schlagbohrschrauber und Akkuschlagschrauber. Hier die Unterschiede im Überblick:

1) Schlagbohrschrauber


Der Name verrät es bereits: Mit einem Schlagbohrschrauber können Sie schrauben und bohren. Die Geräte sind mit einem Schlagwerk ausgestattet, das sogar Stein oder Beton durchdringt. Dennoch muss wegen des in der Regel geringen Rückdrehmoments kaum Kraft bei der Arbeit aufgewendet werden. Eine hohe Präzision ist gewiss: Es gibt einen langsamen Gang zum Schrauben und einen schnellen zum Bohren. Hier treibt eine Spindel den elektrischen Motor direkt oder mittels Getriebe an; die Schraubverbindung hält das Drehmoment fest. 

2) Akkubohrschrauber


Bei einem Akkubohrschrauber hingegen funktioniert die Spindel dank eines eingebauten Schlagwerks und der Hilfe eines elektrischen Motors. Dadurch kann ein sehr hohes Drehmoment erreicht werden. Viele Modelle verfügen zudem über eine sogenannte Rutschkupplung, die beim maximalen Drehmoment den Antrieb von der Spindel löst. So wird ein gleichmäßiges Anziehen der Schrauben garantiert. Ein Herausschrauben ist im Notfall dennoch möglich: Die Handhabung ist einfach, die Geräte sind kompakt und robust. Da sie rechts- und linksdrehend eingestellt werden können, ist hier auch ein Lösen der Schrauben möglich.

3) Akkuschlagschrauber


Diese Modelle werden für den Hobby-Kfz-Bereich eigentlich nicht benötigt. Hier wird so viel Kraft aufgewendet, dass Schrauben brechen und die Geräte überlastet werden können. Wenn allerdings besondere Stärke für große und feste Schrauben vonnöten ist, ist diese Kategorie genau richtig!  
Besonders wichtig ist, dass beim Kauf über die Größe des Akkuschraubers mit Schlag nachgedacht wird. Diese sollte sich nach dem geplanten Verwendungszweck beziehungsweise der Schraubenart richten. So kann die Überlastung und der dadurch folgende Bruch der Schraube vermieden werden. Schneller als mit einem Akkuschlagschrauber geht es jedoch nicht …!

Worauf achten?


Verarbeitung
Ist der Griff ergonomisch geformt, können Sie auch längere Arbeiten mit dem Akkuschrauber erledigen, ohne dass dieser allzu schwer in der Hand liegt. 

Akku:
Am besten sollte der eingebaute Akku langlebig sein und zur Schnellladung fähig. Gar nichts passieren kann Ihnen mit Geräten, in die zwei Akkus verbaut sind: Wird der eine genutzt, wird der andere zeitgleich geladen. Meiden Sie Akkuschrauber mit fest montierten Akkus, da hier bei einem Defekt eine aufwendige Reparatur erfolgen muss. Moderne Lithium-Ionen-Akkus kommen mit hoher Energiedichte und weisen so gut wie keine Selbstentladung auf. Sie sind zumeist von besserer Qualität als herkömmliche Nickel-Cadmium-Akkus.

Kosten:
Die Anschaffungspreise variieren je nach Modell. Günstigen Einsteiger-Akkuschrauber sind bereits ab 20 Euro erwerbbar, für Profigeräte kann man auch mal gut und gerne 200 Euro über die Ladentheke reichen. Bei häufiger Nutzung lohnt ein höherer Preis, weil dieser zugleich auf eine bessere Qualität hinweist. Allerdings sind Mini-Akkuschrauber bei seltenem Einsatz völlig ausreichend, wer aber häufiger zu diesem Kfz-Werkzeug greift, sollte nach Geräten mit dreistelligen Preisschildern greifen.

Kauftipps


Ein Zweiganggetriebe sollte in das Werkzeug eingebaut sein, aber mittlerweile gehört es eigentlich zur Standardausstattung von guten Akkuschraubern. So kann im ersten Gang geschraubt werden und im zweiten gebohrt. Achten Sie auf die Option, den Drehmoment individuell einstellen zu können. So wird der Wert begrenzt, und eine Überdrehung der Schraube ist nicht möglich.
Als optionales Extra sind LED-Leuchten eine gute Hilfe nicht nur bei Arbeiten in der Nacht, und ein zweiter Handgriff sorgt für volle Kontrolle über das Werkzeug auch bei schwierigen Arbeiten. 

Reifenwechsel mit Akkuschrauber


Wer in Eigenregie zweimal jährlich seinen Reifenwechsel vornimmt, sollte statt manuell den Drehmomentschlüssel anzusetzen, einen qualitativ hochwertigen Akkuschlagschrauber wählen mit genug Drehmoment, dass die Schrauben von alleine gelöst werden können. Bei der Einstellung der Krafthöhe drehen Sie den Knopf, bis an der Skala das Bild des Bohrers kommt oder die höchste Zahl, denn für einen Reifenwechsel ist volle Kraft Voraussetzung. Nach dem Reifenwechsel lassen sich die Schrauben auch wieder mit dem Akkuschrauber einsetzen und befestigen – Achtung: Hier langsamer drehen, damit die Schraube auch exakt in das Gewinde gedreht wird! Das Anziehen der Radmuttern wird mit einem Drehmomentschlüssel vorgenommen. Zum sicheren Nachziehen nach einigen Kilometern am Ende am besten dann doch eine Werkstatt aufsuchen.


 

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