19.12.2014 09:36 0 Kommentare

Was können wir von modernen Auto-Computern erwarten?

Die Automobilindustrie setzt mehr und mehr auf die Automatisierung von Kraftfahrzeugen. Ausgestattet mit Laserscannern, Radarsensoren, Ultraschall oder Surround-View-Kameras machen moderne Auto-Technologien wie selbstständiges Einparken, intelligente Stau-Assistenten, autonome Unfallpräventionen, automatische Verkehrszeichenerkennungen und vieles mehr möglich. Im Folgenden bieten wir Ihnen eine Übersicht der Fähigkeiten, über welche moderne Autos bereits verfügen, an welchen neuen Technologien getüftelt wird, und was man in naher Zukunft von Auto-Computern sonst noch erwarten kann.

Assistenzsysteme

Assistenzsysteme gehören bereits zur Standardausrüstung von neuen Autos, doch auch diese entwickeln sich permanent weiter. Die Assistenzsysteme verstehen es mittlerweile ebenso nicht nur die Bremsen zu regulieren, sondern auch das Gaspedal, die Lenkung sowie ein Umschalten der Vorwärts- und Rückwärtsgänge. Des Weiteren können die Systeme ebenso inzwischen selbstständig anfahren. Die Assistenzsysteme können darüber hinaus Ampeln, Verkehrszeichen und andere Verkehrsteilnehmer erkennen. Eine Rundumsicht von 360 Grad schränkt dabei sogar das Unfallrisiko erheblich ein. Daran gekoppelt sind ein Warnsystem für den toten Winkel, Radar, Abstandskontrolle, Spurhalteassistenz, Stereokamera und automatisches Notbremsen. Freilich kommt damit ein komplett digitalisiertes Armaturenbrett einher.

Automatische Lenkung

Die Automatisierung findet ihren gegenwärtigen Höhepunkt in vollständig automatisiert gelenkten Fahrzeugen. Das Google-Auto etwa führt den Wagen vollkommen ohne menschlichen Fahrer. Sogenannte halb-autonome Autos übernehmen in Extremsituationen, wie etwa einer antizipierten Unfallsituation, die Kontrolle und leiten die notwendigen Präventionsschritte ein. Prognosen sagen einen Trend hin zum führerlosen Fahren innerhalb der nächsten Jahrzehnte voraus. Konzentrationsschwächen, der sogenannte Sekundenschlaf sowie lange Reaktionszeiten, welche vermehrt bei älteren Verkehrsteilnehmern auftreten, all diese Verkehrsrisiken werden ausradiert. Man kann quasi zu Hause bequem den Zielort eingeben und den Rest dem intelligenten Fahrsystem überlassen, während man entspannt die Zeitung liest, relaxt oder ein Nickerchen hält. Ebenso der so gefährliche Alkoholeinfluss am Steuer würde damit wegfallen. Die Roboterautos minimieren nicht nur das Unfallrisiko, sondern reduzieren ebenso das Auftreten von Staus und drosseln auch den Kraftstoffverbrauch.

Vorteil Kraftstoffsparen

Verschaffen die gängigen Assistenzsysteme Ihrem Auto bereits eine Kraftstoffeinsparung von etwa zehn Prozent, so verringern autonome Fahrsysteme den Spritverbrauch auf bis zu 60 Prozent. Elektroautos können beim Bremsen sogar Energie zurückgewinnen. Elektroautos können des Weiteren in effiziente Energieverteilungssysteme Ihres Wohnhauses eingebunden werden. Den Energiehaushalt berechnend, Komponenten wie Photovoltaikanlagen mit inbegriffen, lädt das System die Akkus des Autos zu den energieeffizientesten Momenten auf.

Externe Steuerung

Elektrische Autos lassen sich inzwischen auch von einem Tablet aus lenken. Als besonders praktisch erweist sich dies beim Einparken. Mit ein paar Fingerzügen auf dem Tablet wird das Auto eingeparkt, während man bequem daneben steht und die Umrisse und Abstände von außen ganz genau abschätzen kann. Bilden mehrere Wagen eine Kolonne, muss lediglich der Fahrer des ersten Autos steuern, während alle anderen mit diesem kurz geschaltet sind und diesem sittsam folgen.

Spezialgadgets

Ein neues Gadget stellt eine Uhr dar, welche mit einer App ausgestattet ist, die verschiedenste Daten wie zum Beispiel Innentemperatur, Reichweite, Reifendruck oder Ladung des Autos misst. Über die Uhr lässt sich zudem das Auto orten und anpeilen – nur für den Fall, dass man sein Auto nicht findet oder vergessen hat, wo man es abgestellt hat. Die App weist darüber hinaus eine Vorheizfunktion auf, sodass man nie in ein kaltes Auto einsteigen muss. Ein Fernentriegelungsmechanismus ist außerdem einprogrammiert, genauso wie eine Erinnerung für den nächsten Wartungsdienstbesuch. Prinzipiell ließe sich diese App auch auf dem Smartphone installieren.

Für die ultimative Reisebequemlichkeit werden die modernen Autos zudem zusehends mit Kompatibilitäten des Auto-Computers mit diversen Smartphones ausgestattet, inklusive Ladedocks, oder auch mit WLAN versehen, und ermöglichen Fahrer und Mitfahrern sämtlichen technologischen Luxus.

Das Risiko fährt mit

So reizvoll das autonome Auto samt all seinen Technologien ist, so sind diese nicht ohne Vorsicht zu genießen. Zum einen verlangt es ein großes Vertrauen vom Fahrer, sich dem Auto-Computer komplett auszuliefern, und ihm vollständig die Kontrolle zu überlassen. Zum anderen sind Computer und seine Software genauso für Fehler empfänglich. Ein Abstürzen des Auto-Computers während der Fahrt bedeutet zwangsläufig ein hohes Verkehrsrisiko. Ebenso wird ein neues Sicherheitsrisiko kreiert. Computer können gehackt werden und Onlinedaten, wie etwa Zugangscodes oder Reisedaten und Adressen samt Namen, können gestohlen werden. Im schlimmsten Fall können Drittpersonen die Kontrolle über Ihr Fahrzeug während der Fahrt via eines gehackten Auto-Computers übernommen werden. Daher beschäftigt sich die Automobilindustrie nicht nur mit Technologien rund um autonomes Fahren, Unfallvermeidung und Kraftstoffsparen, sondern muss sich gleichzeitig den Herausforderungen bezüglich Datenschutz und Sicherheit stellen.

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