20.11.2015 09:43 0 Kommentare

Nashorn, Blitz und Deutschlandflagge - neuer Look für den Wagen

Das Sommermärchen 2006 brachte neben guter Laune und noch besserem Fußball auch die ersten Wagen mit schwarz-rot-goldenen Außenspiegeln ins Land. Zu Halloween bevölkern Autos im gruseligen Hexen-Look US-amerikanische Straßen, und spezielle Folien, Accessoires und abwaschbare Farben verwandeln selbst mausgraue Limousinen je nach Ereignis und Jahreszeit, Lust und Laune in Rennmaschinen mit Formel 1-Pfeilen an den Wagentüren oder Frauengesichtern mit Wimpern-Aufschlag über den Frontscheinwerfern. Clownsnasen und Haifischflossen, Antennenbälle und Elchgeweihe zu Weihnachten sorgen ebenfalls für belustigte Blicke der Passanten.

Welche Farbe darf's denn sein?

Fast ein halbes Jahrhundert ist es her, dass knallige Farben wie Rot, Gelb und Orange das Straßenbild in Deutschland dominierten, und das galt nicht nur für Enten und Käfer, sondern auch für Wagentypen von Audi und Mercedes; in den USA waren pinkfarbene und schreiend bunte Karosserien besonders populär. Heute gelten solche Farben zwischen all den gedeckten Grau-, Schwarz- und Silbertönen zwar als Ausnahmen, allerdings registrierte das Kraftfahrtbundesamt im Jahr 2014 einen rapiden Anstieg an weißen und gelben Kleinwagen. Doch weshalb gleich für die Ewigkeit entscheiden? Dank Dekofolien, Aufklebern und Accessoires können jedem Fahrzeug individuelle Touches verliehen und Lufteinlässe in angsteinflößende Mäuler verwandelt werden.  Sollte das gute Stück irgendwann verkauft werden sollen – einfach wieder abziehen, schon ist alles wie vorher und die Lackschicht ohne Kratzer! Und wer sich verändern, aber doch auf einen längeren Zeitraum festlegen möchte, der kann natürlich jederzeit sein Auto neu lackieren – wir sagen Ihnen, worauf Sie achten müssen!

Individuelle Autoaufkleber und Car-Wrapping

Vom Kofferraum über das Dach, entlang der Türen, Tankdeckel und der Kotflügel bis hin zur Motorhaube können Sie Ihren Wagen dank unterschiedlichster Folien und Dekore ganz nach Ihrem persönlichen Geschmack individualisieren. Die Bandbreite reicht von matt und glitzernd, einfarbig und gesteift über Bürsten- und Holzoptik bis zu strukturierten oder glatten Folien, getönten, UV- und hitzebeständigen, Folien mit Lackschutz oder Schriftzug. Spezielle Angebote für Abblendlichter sind ebenso erhältlich wie kleinere Aufkleber und 3D-Varianten. Auch der Grad des neuen Äußeren bleibt Ihnen überlassen: Sämtliche Selbstklebefolien können voll oder nur zu Teilen genutzt werden und sind im Falle des Nicht-Gefallens rückstandsfrei wieder zu entfernen. Als besonders beliebt bei Tuningfreunden erweist sich das Carwrapping: Diese Folien sind noch dünner als normale Lackschutzfolien, daher allerdings auch weniger widerstandsfähig gegenüber äußeren Einwirkungen wie Steinschlägen und Kratzern, aber auch einfach nur Staub und Dreck. Sollte der Vorher-Nachher-Effekt noch nicht zur Genüge Ihren Wunsch auf Individualität zum Ausdruck bringen, kein Problem: Der Fahrzeuginnenraum bietet genug Platz für Accessoires wie Plüschtiere am Innenspiegel oder fancy Bezüge der Nackenstützen!

Selbst kreieren oder Auswahl treffen

Die Auswahl an frei verkäuflichen Autofolien ist riesig – doch dank kostenloser Grafik-Softwares kann auch etwas ganz Eigenes entworfen werden. Die fertigen Modelle werden auf dem Bildschirm in 3D angezeigt, bevor der Druckauftrag gegeben bzw. der Kauf abgeschlossen wird. Sollten Sie bereits eine Vorstellung ihres Aufklebers haben, rechnen Sie mit gut 20 Minuten für das Erstellen des Designs; Hintergrundfarben und Motive können ebenso beliebig zusammengestellt wie Schriftart und Farbe bestimmt werden. Sollten Sie die Aufkleber zuhause ausdrucken, sollte die Folie wetterfest und für Tinten- bzw. Laserdruck geeignet sein.

Vorgehensweisen Kleben und Lackieren

Kleben

Folie designt, bestellt und erhalten – für all diejenigen, die nicht die Werkstatt ihres Vertrauens  mit dem Bekleben beauftragen wollen, gehr es nun ans Basteln! Doch im Prinzip müssen Sie in erster Linie darauf achten, Luftlöcher zu vermeiden – also Heißföhn zur Hand nehmen: Durch die Hitzeentwicklung passt sich die Folie der Wagenform an. Und um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und bei der Arbeit noch mehr Spaß, aber auch einen weiteren kritischen Blick zu erhalten, am Besten Familie, Freunde oder Nachbarn um Hilfe bitten!

Lackieren

Ihnen genügten kleine Aufkleber nicht – wenn schon, dann gleich ganz neu lackieren? Auch in diesem Falle können die Kosten des Experten mit Spitzpistole umgangen werden. Die Vorbereitung für das Selbst-Lackieren allerdings ist ein wenig umfangreicher als beim Aufkleben einzelner Folienteile. Vor allem benötigen Sie zunächst eine Menge Platz, den Ihre normale Garage möglicherweise nicht bietet. Doch damit wären Sie kein Einzelfall – im gesamten Bundesgebiet finden sich daher Anbieter von Trockenkabinen, die für die benötigte Dauer gemietet werden können. Wo auch immer Sie die Lackierung vornehmen - achten Sie darauf, dass der Arbeitsplatz sauber ist und Sie Schleif- und Polierpapier zur Hand haben. Daneben sind ein Sprühgerät und natürlich die gewünschte Farbe inklusive Grundierung, Hart- und Klarlack unerlässlich. Arbeitskleidung, eine Atemmaske sowie eine Lackierpistole,  Silikonentferner und Füllstoff vervollständigen die Basisausstattung. Nun heißt es anpacken! Nach einer Komplettreinigung der gesamten Karosserie mit alkoholhaltigem Verdünnungsmittel beginnen Sie damit, die oberste Farbschicht bis auf das Metall abzuschleifen. Sodann alle Stellen abkleben, die später nicht im neuen Farbton glänzen sollen, auf alle übrigen großzügig Rostschutzgrundierung auftragen und trocknen lassen. Schleifen Sie die Oberfläche anschließend glatt und säubern Sie diese mit Wachs oder einem speziellen Fettlöser. Nun kommt das Hauptwerk: Farbe nach Empfehlungen des Herstellers mischen und mit der Lackierpistole langsam und gleichmäßig verteilen. Sobald Sie mit Ihrem Werk zufrieden sind, heißt es abwarten – und das kann dauern. Bis zu einer Woche müssen Sie sich in Geduld üben, bis der Lack vollständig getrocknet ist und Sie Ihre Werk begutachten können! Während der Warteperiode darf sich kein Staub auf dem Auto festsetzen, doch in jedem Falle lohnt es, die Karosserie letztlich mit feinem Papier zu bearbeiten.

STVO nicht vergessen!

Bei all den optischen Veränderungen, die Sie an Ihrem Auto vornehmen, gilt: Straßenverkehrsordnung beachten! Während im Inneren des Wagens fast alles erlaubt ist, was die Fahrtüchtigkeit nicht beeinträchtigt, sieht es bei Außendekorationen bereits anders aus. Die freie Sicht darf in keine Richtung behindert sein, lose Accessoires müssen besonders gesichert werden. Vermeiden Sie, Ihrem Unfallgegner im Falle eines Streits die Gelegenheit zu geben, sich auf eine Ablenkung durch Silikon-Spinnenweben oder Spray-Animationen zu berufen!

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