01.02.2016 12:45 0 Kommentare

Druckluftwerkzeuge richtig handhaben


Dennoch: Vor dem Erwerb eines Druckluftwerkzeugs sollte jeder Hobbybastler genau hinschauen, um auch das passende Gerät für seine Arbeit an seinem Wagen zu finden. Kompressoren gelten im Fahrzeugbereich wegen ihrer Effizienz und einfachen Handhabung als besonders beliebt. Wir haben nachfolgend einige Tipps für Sie zusammengestellt, damit Sie lange Freude an diesem Kfz-Spezialwerkzeug haben.

Druckluftkompressoren: ideale Helfer für Wagenreparaturen
Im Folgenden haben wir einige Charakteristiken aufgelistet, über die Ihr Kompressor möglichst verfügen sollte – dann werden Sie die Reparaturen an Ihrem Wagen oder Motorrad mit wahrem Vergnügen vornehmen!

•    Arbeitsdruck: mindestens 4, besser 6 bar und mehr
•    nicht weniger als 40 Liter Kesselvolumen (bei geringerem Fassungsvermögen muss das Aggregat immer wieder neu anspringen)
•    Übereinstimmung Produktdetails des mitgenutzten Kfz-Werkzeugs mit dem Kompressor-Datenblatt
•    Ausgabeleistung von mindestens 280 l/min
•    Energieumsatz: Leistung von mindestens 2 kW
•    das Gerät sollte wenig Strom ziehen und die Batterie schonen

Kompressoren mit und ohne Öler


Viele Kompressoren können bereits ölfrei erworben werden, ihr Vorteil: Sie sind besonders wartungsarm und pflegeleicht. Bei allen anderen Geräten, den so genannten ölgeschmierten Kompressoren, ist in den meisten Fällen bereits Öl in der Druckluft enthalten. Dennoch muss bei besonders hochdrehenden Kompressoren darauf geachtet werden, hier mit einem sogenannten Öler zusätzliches Öl in der Luft zuzuführen. So wird deren Haltbarkeit verlängert. Während für viele Hobbybastler-Anwendungsgebiete ein günstiger ölfreier Kompressor ausreicht, sollte bei Verwendung von Zubehör wie weiteren Druckluftgeräten wegen der zumeist höheren Ausgabeleistung auf ölhaltige Kompressoren zurückgegriffen werden.

Sonstige Druckluftwerkzeuge und Zubehör


•    12 Volt Kompressoren


Ob Sie Ihren Reifendruck testen oder den Wagen neu lackieren möchten: Für Arbeiten am Kraftfahrzeug eigenen sich Kompressoren mit 12 Volt besonders gut. Tragbare Varianten sind praktisch und können auch in den Urlaub mitgenommen werden. Vergessen Sie allerdings nicht, dass das Kabel lang genug sein muss, um einmal um das Auto herum zu reichen!


•    Druckluftratschenschrauber


Mit Schlagschraubern können auch festsitzende Schrauben problemlos gelöst werden.: Perfekt auch für schnelle Reifenwechsel! Empfehlenswert ist eine Fördermenge von mindestens 150- 300 l/min.


•    Meißelhammer


Praktisch und handlich ist das Pendant zum elektrischen Bohrhammer – doch benötigt jener in der Regel zur optimalen Funktionalität größere Kompressoren.


•    Druckluftstabschleifer


Diese Kfz-Werkzeuge sind aufgrund ihrer hohen Drehzahlen und breiten Aufsatzmöglichkeiten so beliebt, denn dadurch können auch schwer erreichbare Stellen am Auto einwandfrei bearbeitet werden.


•    Drucklufttacker


Mit der Leistungsstärke des Drucklufttackers steigt auch die Länge der Nägel, die genutzt werden. Die robusten Geräte können vielseitig verwendet werden.

 
Kompressor-Tuning


Was soll man nutzen zum Tunen seines Wagens: einen Turbolader oder einen Kompressor? Beide verdichten die Luft, indem diese jeweils durch zwei miteinander verbundene Schaufelräder komprimiert und weitergeleitet wird. In Abhängigkeit der in den Ansaugkanälen vom Motorensteuergerät gemessenen Luftmenge wird die Kraftstoffeinspritzung angepasst, Drehmoment und Motorenleistung werden erhöht. Der Unterschied besteht im Antrieb: Während Turbolader Abgase zu seiner Funktionsfähigkeit benötigt, greift ein  Kompressor auf die mechanische Kraft des Motors zurück, die er dank des Keilrippenriemens erhält (Kurbelwelle). Dadurch entstehen diverse Vorteile: Der in den meisten Fällen für Ottomotoren genutzte Kompressor läuft bereits im Leerlauf an, nämlich sobald der Motor eingeschaltet wird. Das erweist sich perfekt gerade für höhere Leistung im unteren Drehzahlbereich, Mehrleistungen von 30 bis 40% gelten als Richtlinie. Der Turbolader hingegen startet verzögert: Erst hohe Drehzahlen bieten genug Druck und Dichte, um voll durchstarten zu können. Im Endeffekt allerdings kann Letztgenannter eine höhere Verdichtung und dadurch mehr Leistung erzielen. Ein weiteres Plus liegt in der einfachen Montage des Kompressors – doch erweisen sich die Anschaffungskosten als überdurchschnittlich hoch: Mit rund Euro 5000,- sollte je nach Fahrzeugmodell gerechnet werden. Auch die starke Lufterhitzung gilt als Nachteil, denn so sinkt der Sauerstoffanteil, und die Stärke der Verbrennung gleich mit. Allerdings kann hier mit einem Ladeluftkühler Abhilfe geschaffen werden. Er ist einfach anzubringen löst das Problem auf ebenso einfach Weise. Weitere kleinere Schönheitsfehler beim Kompressor: Der Kraftstoffverbrauch steigt, und die Geräte benötigen recht viel Platz im Motorraum. Dennoch: Greifen Sie auf Druckluftwerkzeuge zurück – ob zur Reparatur, zur Verschönerung Ihres Wagens oder zum Tunen. Die Arbeit macht Spaß, und der Effekt lässt sich sehen – und spüren!
 

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