28.11.2014 12:43 0 Kommentare

Erste Hilfe in der Werkstatt

Unfälle können überall und jederzeit passieren. Auch in der Werkstatt kann es durchaus vorkommen, dass sich der ein oder andere verletzt. Es ist vor allem wichtig, gut vorbereitet zu sein, wenn es zu einem Ernstfall kommen sollte. Mit der nötigen Vorsicht und einer guten Schutzvorrichtung bzw. Schutzkleidung können zwar viele Unfälle vermieden werden, ganz auszuschließen kann man sie jedoch nicht. Wir haben bereits darüber berichtet, wie man für Sicherheit in der Werkstatt sorgt. Was aber, wenn es doch mal zu einem Unfall kommt? In allererster Linie ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren und ruhig und gewissenhaft zu handeln.

Richtige Leitsysteme und eine gute Beschilderung der Vorgehensweise sind in Werkstätten und auch anderen Betrieben unerlässlich. So können sich die Mitarbeiter schnell orientieren. Auch eine Kennzeichnung von möglichen Gefahrenquellen sollte gewährleistet sein. Hier sind vor allem Hinweisschilder sehr nützlich. Leitsysteme werden normalerweise an den Türen angebracht und weisen den Weg. Kurze und treffende Formulierungen verweisen auf die richtige Richtung zum Öffnen oder Schließen einer Tür. Auch die Verhaltensweisen im Notfall, Notfall Telefonnummern und Erste Hilfe sollten sichtbar für die Mitarbeiter ausgehängt werden. Diese Regelungen werden verbindlich vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Die Montage der Schilder und Leitsysteme sind in der Regel einfach und geht schnell von der Hand.

Potenzielle Gefahrenquellen:

  • Reinigungsmittel
  • Maschinen und Geräte
  • bereitgestellte Materialien (große Rollen, Kartons, etc.)
  • Gefahren durch Ansammlungen von Schmutz
  • nasse Böden
  • Verhaltensweisen bei Störungen und Erste Hilfe

Wenn es zu einem Unfall und Schaden von Geräten kommt, so sollte man immer zuerst den Werkstattleiter informieren. Dieser kann dann gegebenenfalls die nötigen Vorkehrungen treffen. Es ist in keinem Fall anzuraten, das Problem auf eigene Faust zu beheben. Vor allem, wenn ein hohes Risiko besteht und man selbst unerfahren in diesem Gebiet ist. Keine muss in dieser Situation den Helden spielen. Sollte es zu einem Brandfall kommen, dann muss man sich und die anderen zuerst in Sicherheit begeben und dann umgehend die Feuerwehr informieren. Wenn man sich auskennt und es nur ein kleines Feuer ist, dann kann man es auch versuchen zu löschen. Wichtig ist daher, dass Ihre Werkstatt immer mit einer gewissen Anzahl an Feuerlöschern bestückt ist. Diese müssen an entsprechenden Plätzen angebracht und es muss gut darauf hingewiesen werden.

Wenn es zu einer Verletzung kommen sollte, dann ist es besonders wichtig die Unfallstelle zu sichern, und sich über die Art der Verletzung zu informieren. Je nach der Verletzungsart kann dann die notwendige Erste Hilfe geleistet werden. Gegebenenfalls können Sie auch nach Hilfe rufen und einen Arzt oder Ersthelfer informieren. Mitarbeiter sollten immer auf potenzielle Gefahrenstellen hingewiesen werden.

Der Erste Hilfe Koffer

Der orangefarbene Erste Hilfe Koffer ist von äußerster Wichtigkeit und darf in keiner Werkstatt fehlen. Er gewährleistet eine schnelle Erste Hilfe Versorgung in Ihrer Werkstatt und wird in der Regel aus einem robusten ABS-Kunststoff hergestellt und ist mit einer Gummidichtung versehen. Außerdem besitzt er einen stabilen Trageriff, um problemlos von A nach B transportiert werden zu können. Die Innenteilung ist übersichtlich und stellt sicher, dass auf dem ersten Blick das Nötigste griffbereit ist. Des Weiteren ist er spritzwassergeschützt, form- und temperaturbeständig und sollte ausgezeichnet schließen, damit keine Fremdpartikel wie zum Beispiel Staub eindringen können. Der Inhalt wird nach DIN 13157 vorgeschrieben. Unter anderem enthält er ein steril verpacktes Verbandszeug, Kompressen und Pflaster. Außerdem gibt es ein praktisches Erweiterungsset für die Werkstatt. Folgendes wird hier noch beigepackt:

  • sterile Augenspülung
  • Augenklappe
  • Reinigungstücher
  • Kaltkompressen
  • spezielle Druckverbandpäcken
  • Lederfingerlinge

Um sich einen genauen Überblick über den gesamten Inhalt eines Verbandskastens zu verschaffen, klicken Sie einfach hier.

Worauf müssen Sie bei einem Erste-Hilfe-Koffer besonders achten?

Der Erste Hilfe Koffer muss nicht nur immer griffbereit und vor allem geschützt werden, sondern auch regelmäßig kontrolliert werden. Wichtig ist, dass nichts abgelaufen und alles noch vorrätig ist. Wenn Sie bemerken, dass sich etwas dem Ende zuneigt, dann sollte schnellstens ein Ersatz her. Das Verfallsdatum ist bei jedem Artikel gut auf der Außenseite sichtbar. Manchmal ist es auch ratsam und auch einfacher den gesamten Verbandskasten auszutauschen.

Was sollte auf keinen Fall in einen Verbandskasten?

Salben, Tabletten oder andere Medikamente haben in einem Verbandskasten nichts zu suchen. Im Ernstfall weiß man einfach nicht, ob der Verletzte allergisch auf gewissen Arzneimittel reagiert und daher sollte dieses Risiko nicht eingegangen werden, da sich der Zustand sogar verschlechtern könnte. Eine genaue Diagnose sollte dann lieber vom Arzt übernommen werden. Selbst Kopfschmerztabletten sind in einem Erste-Hilfe-Kasten nicht erlaubt.

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