30.11.2015 08:39 0 Kommentare

Kinderfreundliche Kraftfahrzeuge

Das Interesse an Autos und Zweirädern beginnt bei vielen nicht erst mit einem Alter von 18 Jahren, wenn endlich Fahrstunden und Führerscheinprüfung anstehen. Vielmehr haben schon die Kleinsten oftmals das Verlangen, es den Erwachsenen gleich zu tun und selbst einmal in die Pedale bzw. auf das Gaspedal zu steigen. Mit der Elternschaft wiederum wächst das Bedürfnis an besonders sicheren Autos und hochqualitativen Kindersitzen. Und wer drei oder mehr Nachkommen auf den Hintersitzen des Kraftfahrzeugs verstauen muss, der benötigt entsprechend spezielle Vehikel. Genau diese werden auch geboten: Der Automarkt hat bereits vor Jahren die Bedeutung des Faktors Kind für steigende Verkaufszahlen erkannt und die Entwicklung familienfreundlicher VANs ebenso vorangetrieben wie die sicherer Kindersitze oder Tret- bzw. Elektroautos, in denen schon die Kleinsten eigene erste Fahrversuche unternehmen können. Wer Spaß daran hat, selbst Hand anzulegen, kann mit etwas Geschick einen individuellen Kindersitz schneidern oder das ferngesteuerten Kinderauto zum Formel1-Homecar tunen.

Ein BMW für 350 Euro

Was bei einem herkömmlichen BMW der ungefähre Preis für einen Reifen sein dürfte, kann für das Kleinformat als Gesamtsumme eingeplant werden. Damit verfügt der Nachwuchs über einen Street Racer des bekannten Autoherstellers, der dem großen in fast nichts nachsteht. Nun gut .. aber zumindest die charakteristischen Streifen in Blau und Weiß sind an dem Mini-PKW zu finden, der durch Hinterradantrieb vorwärts bewegt wird und dank verstellbaren Fahrersitzes sogar mit dem Kind mitwächst! Eine Garantie gibt es ebenfalls auf das Neufahrzeug, das beim Gewicht allerdings nicht mit Papas BMW mithalten kann: Gerade einmal 18 kg bringt es auf die Waage. Kooperationen mit Herstellerfirmen erlauben auch andere exakte Nachbauten Porsche-, Mercedes- und weiteren Automodellen. Neben Sportwagen sind in Deutschlands Kinderzimmern vor allem Traktoren, Quads und Motorräder beliebt – alles im Kleinformat natürlich! Beim Erwerb spielen neben dem Spaßfaktor für die Kleinen vor allem Qualität und Sicherheit eine bedeutende Rolle für die Eltern. Abhängig ist die Entscheidung für das richtige Modell jedoch auch von den motorischen Können des Kindes, das Einstiegsalter im wörtlichen Sinne liegt nach Expertenansicht bei rund zweieinhalb Jahren.

Ausstattung

Die meisten Kinderautos werden mit einer Spannung von 12 V und damit einem Tempo von rund 8km/h angeboten - oder der Hälfte dieser Schrittgeschwindigkeit. Auf Helm und Sicherheitsgurt wird daher auch weitestgehend verzichtet, doch die Sicherheit wird nicht vernachlässigt: Aus robustem Plastik gefertigt, schadstoffgeprüft und ohne lose Teile, kann sich das Kind hier im Prinzip nicht verletzen. Wer Wert aufs Äußere legt, der kann auf Chromfelgen, Gummireifen und Xenon-Frontscheinwerfer zurückgreifen. Auch Lackierungen finden sich wie bei den Großen in großer Auswahl von Metallglanz bis matt, echte Startgeräusche und Zubehör wie Anhänger, Hupen oder Verkehrszeichen sorgen für das realistische Nachstellen echter Straßenverhältnisse. Bei Elektro-Kinderfahrzeugen steuert der Nachwuchs alleine durch das Gaspedal - soll das Tempo verringert werden, muss er einfach den Fuß heben! Und sollte das Kind dazu wenig Lust verspüren, kann die Aufsichtsperson in den meisten Fällen per Fernbedienung eingreifen.

Tuning bis zu 20km/h!

Ein Elektro-Kinderauto ist schnell zusammengesetzt: Räder montieren, Akku einbauen, Sitz festschrauben und Lenkrad aufstecken: Schon ist der Wagen einsatzbereit! Selbst Laien schaffen dies in weniger als 30 Minuten, und mehr als ein Schraubenzieher wird in der Regel auch nicht benötigt. Auch auf einen Ölwechsel können Sie verzichten. Allerdings: Möglich ist auch bei den Mini-Fahrzeugen ein Tuning … möchten Sie dem kleinen Fahrer eventuell eine Geschwindigkeit von bis zu 20km/h bieten statt weniger als der Hälfte? Kein Problem! Und die Straßenverkehrsordnung muss auch nicht beachtet werden! Damit der Sicherheitsaspekt nicht aus den Augen verloren wird, am besten eine Schutzkleidung für Sohn oder Tochter zulegen. Und dann können Sie loslegen: Schwer ist es nicht, ein wenig muss gebastelt werden, aber es ist ja auch fast Weihnachten, also die beste Zeit dafür! Ein Tuning von Kinder-Elektroautos wird in den meisten Fällen durch eine Steigerung der Stromspannung erzielt. Also einen neuen Motor mit um die 400 Watt zulegen, auf eine hohe Drehzahl um die 20000 Umdrehungen achten . So wird aus dem beschaulichen Bobbycar schnell ein noch schnellere Flitzer!

Kindersitze – Montage und Personalisierung

Kinder unter zwölf Jahren oder mit weniger als 1,50 Meter Körpergröße benötigen Kindersitze. Diese sollte man nicht von Grund auf selbst herstellen, sondern kaufen und hierbei auf ein staatliches Prüfsiegel achten. Fast alle Modelle sind sofort einsatzbereit. Zumindest aber ein eigener Bezug ist recht einfach zu schneidern: Für den entsprechend individuellen Kindersitz sind zwar mehr Kenntnisse im Handarbeit als mit speziellem Werkzeug vonnöten, aber zumindest hat der Auto-Kindersitzbezug einen Auto-Bezug. Also bitte! Nehmen Sie sich gut drei Stunden Zeit, und gehen Sie wie folgt vor:

1) alten Bezug fotografieren zum späteren Zusammensetzen der Einzelteile

2) Bezug abnehmen und alle Teile auf der Rückseite beschriften - wie Kisten beim Wohnungsumzug!

3) Auftrennen

4) die einzelnen Teile mit dem gewünschten Stoff beziehen. Sollte keine Öffnung vorhanden sein, feststecken oder fixieren.

5) von hinten den Rand umnähen, Materialreste abschneiden und alle Öffnungen feststeppen.

6) Dank der anfänglichen Beschriftungen und den Fotos des alten Outfits, lässt sich das Zusammenpuzzeln der Teile einfach lösen:

7) mit einer dicken Jeansnadel entsprechend zusammensteppen!

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