15.04.2015 10:18 0 Kommentare

Motorrad und Cabrio: sonnige Spritztouren oben ohne

Motorrad und Cabrio: sonnige Spritztouren oben ohne
 

Oben ohne gibt es im Sommer nicht nur an brasilianischen Stränden, sondern auch auf deutschen Straßen: Endlich können Cabriolet-Besitzer ihre Wagen wieder offen über die Straßen lenken! Und auch, wer sein motorisiertes Zweirad die kalte Jahreszeit über in der Garage hat stehen lassen, freut sich über das neue Saisonkennzeichen und die Touren über das Land. Zuvor und für ungetrübte Fahrfreude gilt es jedoch, das jeweilige Kraftfahrzeug einem gründlichen Check zu unterziehen. Was im Wesentlichen zu beachten ist, wurde im Folgenden zusammengestellt:

 

Freude am offenen Verdeck

Nicht nur im klassischen Cabriolet können mittlerweile ungetrübte Stunden mit Fahrtwind um die Nase genossen werden; zahlreiche neue Automarken machen den herkömmlichen Marken Konkurrenz. Vorliegend sollen jedoch Modelle mit ganzjahrestauglichen, rückklappbaren Vario-Stahldächern außen vor gelassen werden, da diese modernen Varianten in der Regel keinerlei besonderer Aufmerksamkeit nach den Wintermonaten bedürfen. Vielmehr erfordern in erster Linie Wagen mit zusammenfaltbaren Kunststoffdächern oder Textilhauben im Vorfeld der Sommersaison eine spezielle Pflege und darüber hinaus im Einzelfall den Einsatz bestimmter Kfz-Spezialwerkzeuge.

 

Als bedeutendste Unterscheidungsmerkmale aller Cabriolet-Designs gelten das Alter des Wagens, das Material und die Öffnungsart des Verdecks sowie die quantitative Nutzung.

 

Fahrtüchtigkeit

Wer sein Cabriolet die vergangenen Monate auch in geschlossenem Zustand nicht bewegt hat, der sollte den Wagen nach dem Winterschlaf hinsichtlich seiner grundsätzlichen Fahrtauglichkeit auf Herz und Nieren prüfen. Schließlich nutzt das schönste Top nichts, springt der Motor nicht an oder ist der Reifendruck zu niedrig. Ein Batteriecheck ist daher ebenso wichtig wie eine Überprüfung der Zündkerzen, die häufig bei Oldtimern für die lange Ruheperiode entnommen werden und nun wieder eingebaut werden müssen. Bei den modernen Pendants zu den antiken Roadstern wird in der Regel ein grundsätzlicher Check ausreichen.

 

Schönheit

Ist technisch alles einwandfrei, dann geht es an das Herzstück eines jeden Cabriolets: das Verdeck. Sowohl im Hinblick auf den jeweiligen Öffnungsmechanismus als auch auf die spezielle Pflege muss Zeit aufgewendet werden. Abhängig sind die entsprechenden Schritte von der Bauweise und dem Material des Tops.

 

a) Mechanisch vs. manuell

Bei Modellen, deren Verdecke sich auf Knopfdruck öffnen und schließen lassen, reicht in der Regel ein Testdurchlauf aus – wurden bei der eingangs empfohlenen technischen Überprüfung keine Mängel festgestellt, sollten auch hier kaum Schwierigkeiten auftreten. Ganz anders hingegen bei den Arten mit einer manuellen Vorgehensweise: Hier müssen Schrauben und Bolzen auf einen optimalen Sitz überprüft sowie die beweglichen Teile der Verschlüsse entlang des Rahmens der Vorderscheibe geschmiert werden. So wird sichergestellt, dass die Gelenke nicht rosten – notfalls können Gummidichtungen mit Silikonspray nachbehandelt werden. Für die Reinigung gilt, zunächst das Verdeck zurückklappen und die Kontaktflächen an den Seitenscheiben mit einem feuchten Tuch putzen; bei Bedarf kann diese Prozedur auf die Heckscheibe ausgeweitet werden.

 

b) Textil oder Kunststoff

Des Weiteren richtet sich die Reinigung danach, ob das Verdeck aus Kunststoff oder Textil hergestellt wurde und ob es sich um eine Roadster-Variante ohne Polsterung oder ein vielfach aufwendigeres Cabrio mit Innenhimmel und Zwischenpolsterung handelt. Die Reinigung und Imprägnierung darf beim Stoffdach ausschließlich mit einer Textilpflege vorgenommen werden, im Umkehrschluss ist unbedingt zu vermeiden, Vinyl mit etwas anderem zu behandeln als mit Kunststoffprodukten. In beiden Fällen ist eine sanfte Herangehensweise zu empfehlen und auf Waschanlagen oder Hochdruckreiniger weitestgehend zu verzichten. Den Staub ausbürsten, die empfindlichen Kunststoffscheiben stets sauber halten und vor einem Kontakt mit anderen Materialien schützen: Wer dies beherzigt, sollte den ganzen Sommer über Freude an seinem offenen Fahrzeug haben. Bei der Teppich- und Lederpflege im Innern wie beispielsweise Kopfstützen wirkt das Verwenden von Lederfett einem Ausbleichen durch starke Sonneneinstrahlung entgegen.

 

Mit einem neuen Saisonkennzeichen an die frische Luft

Auch passionierte Mofa- und Motorradfahrer freuen sich darauf, oben nur ihren Helm zu tragen und endlich wieder ihre Zweiräder zur Fortbewegung nutzen zu können. Erneut angemeldet sollte diesen Kraftfahrzeugen ebenfalls eine besondere Aufmerksamkeit zukommen, und ebenso wie bei den Cabriolets, stehen technische Checks und eine gute Pflege hier ganz vorne auf der To-do-Liste.

 

Technische Details

Bevor es an die reine Schönheitspflege geht, sollte das Motorrad zunächst nur grob von Staub befreit werden, um nach einem Aufschrauben den Blick ins Innere zu erleichtern. Hier muss getestet werden, ob sämtliche Leitungen und Schläuche der Bremsanlage noch dicht sind oder Beschädigungen wie etwa kleine Haarrisse vorliegen. Auch die Bremsflüssigkeit muss auf ihren Stand sowie ihr Alter überprüft werden: Experten raten, nach rund einem Jahr einen Wechsel vorzunehmen. Doch auch beim Um- bzw. Auffüllen ist Vorsicht geboten, am besten eigenen sich Spezialwerkzeuge, auch sollten keine Fette auf die Bremsklötze laufen. Die Kontrolle anderer Flüssigkeiten wie Motoröl und Kühlmittel ist ebenso unabdingbar für eine freudvolle Sommersaison wie der richtige Reifendruck und eine Profiltiefe von mindestens 1,6 Millimetern. Die Entlüftung in der Batterie sollte schließlich nicht eingeknickt sein und frei liegen, der Luftfilter darf ebenfalls nicht verstopft sein. Ein funktionierendes Licht, neue Zündkerzen und eine gespannte Antriebskette runden das Prüfprogramm von Reifen und Fahrwerk letztendlich ab.

 

Felgenpflege & Co

Die äußere Pflege bei Zweikrafträdern dient in erster Linie optischen Gesichtspunkten – denn auch für das Auge soll ja etwas mit dabei sein. Die Felgen können mit in spezielle Reinigungsmittel getunkten Tüchern auf Hochglanz poliert, Sitz und Pedalen mit lauwarmem Wasser hergerichtet, notfalls die Karosserie ausgebeult werden. Auch der Helm macht durchaus etwas her: Wer hier allerdings wirklich etwas Besonderes anstrebt, der sollte nicht das alte Modell schrubben, sondern sich eines zuzulegen, das dem neuesten Trend entspricht – mit Sicherheit ist etwas farblich zur Maschine Passendes dabei!

 

Kommentare

Kommentar eingeben

* Pflichtfelder