15.02.2017 13:39 0 Kommentare

Vom Aufbocken und Rangieren

Wagenheber

Ob für einen einfachen Reifenwechsel oder kleine Ausbesserungen: Ein Wagenheber gehört zur Grundausstattung in jeder Garage. Nur welcher sollte es sein...?

Sie haben die Wahl zwischen den folgenden Varianten:

Rangierwagenheber:

Generelles:

Beliebtestes Modell unter den Freizeit-Bastlern. Beim Rangier-Wagenheber wird Öl oder eine andere geeignete Flüssigkeit mittels der Hebelwirkung in einen Kolben gepumpt und sorgt so dafür, dass das Fahrzeug hydraulisch angehoben wird.

Vor- und Nachteile:

Einfache Bedienung ohne Anstrengung.

Nur auf einem harten und ebenen Untergrund wie Straßen oder Garagenböden nutzbar.

Scherenwagenheber:

Generelles:

Wagenheber in Rautenform, bei der eine der vier Ecken am Boden aufliegt.

Vor- und Nachteile:

Leicht zusammenzuklappen und zu transportieren, geeignet auch für tiefer gelegte Autos. Die Bedienung der Kurbel erfordert einen hohen Kraftaufwand.

Ballonwagenheber:

Generelles:

Wird durch Auspuffabgase aufgepumpt, hebt dadurch gleichzeitig den Wagen an.

Vor- und Nachteile:

Auch auf einem sandigen oder weichen Untergrund einsetzbar.

Schwierigkeiten beim Aufblasen denkbar.

Hydraulischer Wagenheber:

Generelles:

Auch Stockheber genannt. Zylindrische Form, aus dessen Mitte ein hydraulischer Kolben das Fahrzeug anhebt.

Vor- und Nachteile:

Günstige Anschaffungskosten, leichte Bedienung, wenig Gewicht.

Durch die geringe Hubhöhe nicht für jedes Auto geeignet, ein langwieriges Pumpen bis zum Erreichen der Endhöhe notwendig.

Pneumatischer Wagenheber:

Generelles:

Hauptsächlich professionelle Verwendung wie in KFZ-Werkstätten oder Logistikunternehmen.

Vor- und Nachteile:

Besonders hoher Luftdruck ermöglicht sogar ein Anheben von Pkws mit einem Gewicht von bis zu 20 Tonnen.

Immer ein Anschluss an einen Kompressor erforderlich.

Grundsätzlich gilt:

Jeder der genannten Wagenheber birgt aufgrund einer leichteren Bedienbarkeit und robusteren Verarbeitung Vorteile gegenüber den normalen Kurbel-Hebern. Doch bei allen Varianten gilt auch: Sicherheit zuerst! Legen Sie sich niemals unter Ihr Auto, sollte dieses nur normal aufgebockt und nicht zusätzlich abgesichert sein. Heben Sie es an den Achsen an und stellen Sie Unterstellböcke darunter - so wird das Fahrzeuggewicht ebenmäßig verteilt, der Druck fällt nicht ab, und der Wagen fällt so nicht auf Sie hinunter...!

Unterstellböcke

Auch hier gibt es verschiedene Modelle, von preiswerten Varianten mit einer einfachen Stange und drei Standfüßen bis hin zu exklusiveren Unterstellern, bei denen mittels automatisch einrastender Zahnstangen die individuell erforderliche Höhe eingestellt werden kann. Gelöst wird die Teleskopstange wieder durch die Bedienung eines Hebels.

Zudem finden sich Rangierwagen mit Rollbrettern, die unter die KFZ-Räder geschoben werden. So kann der Wagen praktisch auch auf der Stelle gedreht und beliebig verschoben werden. Allerdings muss der Boden gerade sein – denn eine Bremse ist nicht vorhanden. Also Vorsicht walten lassen!


Mobile Hebebühnen

So gut wie jeder, der gerne an seinem Wagen bastelt, würde sich mit Sicherheit über eine richtige Werkstatt-Hebebühne freuen – doch zumeist stehen hohe Kosten und ein Platzmangel dieser Idee im Wege. Verzagen muss aber dennoch niemand: Es gibt auch gut realisierbare Plattformen, mit denen man seine Kraftfahrzeuge in die Luft bewegen kann! Gegenüber Hubarbeitsbühnen sind sie zwar zumeist nur senkrecht ausfahrbar und lassen sich auch seitlich nicht bewegen, dennoch sind sie von bedeutender Hilfe für zahlreiche Reparaturen.

Um die passende Hebebühne zu finden, sollten Sie einige Eckdaten parat haben: von der   erforderlichen Antriebs- bzw. Spannungsleistung über die Hubhöhe und Tragkraft bis hin zum möglichen Gesamtgewicht – und natürlich hängt der Kauf auch von Ihrem Budget ab. Grundsätzlich werden Hebebühnen in zwei Kategorien aufgeteilt:

Scherenhebebühnen

Eine Scherenhebebühne ist völlig ausreichend für den Haus- bzw. in Ihrem Falle Garagengebrauch! Für Reifenwechsel beispielsweise sind die Modelle optimal geeignet, denn sie sind günstig in der Anschaffung und mit einer Hubhöhe von bis zu einem Meter alles, was Sie zweimal im Jahr für Ihre Räder benötigen. Die meisten Hobbybastler greifen für einfache Tätigkeiten im privaten Bereich auf die sogenannten Scheren-Hebebühnen zurück

Säulenhebebühnen

Im Gegensatz dazu haben Sie mit einer hochwertigen Säulenhebebühne die Möglichkeit, ein Fahrzeug komplett anzuheben und so weit nach oben zu fahren, dass Sie sich unten stehend komplexeren Arbeiten an Ihrem Auto widmen können. Und sollten Sie kein Werkstatteigentümer sein, lohnt es sich dennoch oftmals, Säulenhebebühnen anzuschauen. Denn teils können Sie auch hier auf reizvolle Preisleistungsverhältnisse stoßen!

Wer anderen eine Grube gräbt ...

Eine Grube kann sich im Prinzip jeder alleine zurecht bauen, der über den entsprechenden Platz und einem geeigneten Boden verfügt. Und natürlich über Muskelkraft, denn prinzipiell lohnt die Arbeit nur, kann man am Ende aufrecht in der Grube stehen. Als Faustformel gilt die jeweilige Körpergröße zzgl. weiteren rund 30 cm. Je weiter Sie Ihre Grube in die Länge bauen, desto weniger oft müssen Sie beim späteren Ein- und Ausstieg das Fahrzeug verschieben. Als Angabe für die Breite gilt in der Regel ungefähr die Spurweite Ihres Wagens. Zur Abdeckung nach getaner Arbeit eigenen sich ca. 5 cm dicke Holzbretter.  

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