22.01.2016 13:51 0 Kommentare

Von Kombis, Anhängern und Pferdestärken


Doch jeder noch so gut und hoch qualitativ verarbeitete Wagen bedarf ab und an einer Reparatur – seien es Lackschäden durch Hagelkörner, leichte Unfalldellen oder alte Zündkerzen, die ausgebessert bzw. ausgetauscht werden müssen. Wer einen Gang zur Werkstatt umgehen will, der kann auch selbst Hand an den Kombi legen – mit den passenden Kfz-Spezialwerkzeugen und ein wenig handwerklichem Geschick, lassen sich viele kleine Problemfälle auch bei diesen großen Autos selbst beheben. Auch wenn aufgrund der modernen Technik bei einigen Überprüfungen digitale Messgeräte erforderlich sind: Der Austauschen von Glühbirnen, die Kontrolle des
Kühlwassers oder Reifendrucks ist für jeden machbar.

Wir widmen uns ein wenig komplexeren Reparaturen. Allerdings werden auch für diese keine Profikenntnisse vorausgesetzt. Und auch, wenn Sie kein Kombi-Fahrer sind – im Prinzip gelten unsere Tipps auch für entsprechende Arbeiten an anderen Wagentypen. Und vielleicht bekommen Sie ja auch Lust auf eine der großen Transportlimousinen!

Kombi-Modelle sind besonders anfällig für kleine Schäden: Die hohe Karosserie ist geradezu prädestiniert für Beulen, lange Autofahrten in den Familienurlaub erhöhen die Risiken eines Mini-Steinschlags auf die Windschutzscheibe, und wenn die Tochter ihre ersten Fahrversuche nach bestandenem Führerschein unternimmt, heißt es danach eventuell Dellen auszubessern - hoffentlich müssen Sie nicht gleich das Fahrwerk reparieren! Denn dies ist wie Schäden am Motor dann doch Profisache und erfordert neben hochwertiger Ausrüstung gute Vorkenntnisse. Auch an defekte Bremsen sollten Sie nur selber Hand anlegen, wenn Sie sich gut auskennen, um die Sicherheit nicht zu gefährden. Fangen wir einmal klein an:

Kleine Steinschläge selber reparieren


Mit dem richtigen Kfz-Werkzeug, müssen Sie mit einem winzigen Loch in der Windschutzscheibe nicht zum Fachmann fahren, denn ein Komplettaustausch ist in den meisten Fällen nicht nötig.Sie benötigen für eine Reparatur einen Spezialharz, zudem einen Streifen Kunststoff zum Abdichten sowie einer Klinge zum Glätten. Daneben hilft eine so genannte Zentriereinheit mit Saugnäpfen, den Harz punktuell exakt auftragen zu können.
Gebrauchsanweisung in vier einfachen Schritten:


1.    Loch von innen mit Kunststoffstreifen verkleben
2.    Zentriereinheit außen über dem Loch anbringen
3.    Loch von außen mit Spezialharz füllen
4.    Mit Klinge glätten

Fertig!

Vor allem im Winter springen selbst Kombis teils nur schwer an. Das mag nicht nur an der Kälte liegen, sondern auch an den Zündkerzen. Sie benötigen nur geeignete Aufsätze für Ihre Rätsche oder einen Zündkerzenschlüssel. Damit ist der Austausch – ggflls. auch vom Zündkabel – ein Kinderspiel! Und sollte die Lichtmaschine kaputt sein, überprüfen Sie bei einem Wiedereinbau in erster Linie die Riemenspannung.

Reparatur ohne Schaden


Um ein wenig an Ihrem Kombi zu basteln, müssen auch gar keine Schäden vorliegen. Wer ein Modell mit Vergaser fährt, der sollte sowieso regelmäßig den Gaszug neu justieren: Dafür den alten Luftfilter für einen ungehinderten Einblick ab- und dann einfach die passende Einstellung vornehmen!


Anhänger für Familienzuwachs


Selbst in den noch so großen Kombi mögen zwar einige Kinder passen, aber mit einem Pferd wird es dann doch etwas eng. Sollten Sie für Ihre Reittier einen Anhänger erworben haben, kann auch daran mit der Weile etwas ausgebessert werden müssen. Den Boden beispielsweise können Sie selber auswechseln. Wenn aufgrund einer eingebauter Sattelkammer auf keinen einteiligen Boden zurückgegriffen werden kann, können Sie Bohlen verlegen. Holz eignet sich hier besser als beispielsweise Aluminiumplatten, denn es fängt Stöße besser ab und hält länger. Dringt von unten Feuchtigkeit in die Rahmenprofile, überprüfen Sie die Festigkeit der Schraubenköpfe an den Achsen. Wenn die Federung nachlässt, ersehen Sie die Ursache am Einfachsten mit dem Anhänger  auf einer Hebebühne. Schließlich: Anhänger haben oftmals Gummifederungen verbaut. Sie sollten auf jeden Fall stets das angegebene maximale Gesamtgewicht nicht rund um die Uhr ausreizen, sondern unter der zulässigen Belastbarkeit bleiben. So werden Verschleiß-Schäden reduziert.

Apropos Pferd


Die Definition PS wird nach der durchschnittlichen Zugkraft eines erwachsenen Pferde berechnet – und bis in die heutige Zeit findet diese Maßeinheit Verwendung. Innerhalb einer Sekunde müssen 75 kg  einen Meter hoch gehoben werden – bzw. bei Kraftfahrzeugen 150 kg – dies wird dann in die Leistung umgerechnet . Es sind bildlich also so viele Pferde vor Ihren Wagen gespannt, wie dieser PS hat. Seit 1978 allerdings wird die Leistungseinheit eines Motors auch in Kilowatt angegeben. Egal wie, bedenken Sie eines: Wer permanent zu schnell fährt, der nutzt ebenso schnell sein Reifenprofil ab. Ob beim Kombi, mit Anhänger oder einfach einem Wagen mit viel 'PS'!








 



 



 

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