29.06.2015 10:39 0 Kommentare

Männer und Frauen am Steuer

Sommer, Sonne, rote Ampel – man muss nicht hinter einem Cabriolet-Steuer sitzen, um bei geöffnetem Autofenster ein wenig mit dem Fahrer bzw. der Fahrerin des Nachbarwagens zu flirten. Nach einer aktuellen Umfrage unter 1000 Autofahrern in Gesamtdeutschland sind 25% aller Männer nicht böse, gibt es keine grüne Welle – beim weiblichen Geschlecht geben immerhin 15% zu, die Gelegenheit zum Anbändeln per Kraftfahrzeug gerne am Schopfe zu packen! Auch Fußgänger sind vor netten Sprüchen nicht gefeit, und wer im Firmenwagen die Kollegin chauffiert, der traut sich auch oft mehr als innerhalb der Büroräume. Doch Vorsicht beim Kopf-Verdrehen: Mögen Sie auch die Hupkonzerte anderer Verkehrsteilnehmer nicht stören - Blechschäden nach Auffahrunfällen gegen Laternenpfähle sollten vermieden werden!

 

Lieber Herzen als Autos stehlen

Leider jedoch können nicht nur Herzen gestohlen werden, sondern auch Kraftfahrzeuge. In der Polizeilichen Kriminalstatistik von 2014 liegen Berlin und Aachen mit Abstand vorne, was registrierte Autodiebstähle betrifft: Fast 200 Wagen sind gerechnet auf 100.000 Einwohner in der Hauptstadt abhanden gekommen, an der Grenze zu Holland waren es nur zehn weniger. Wer also nicht gerade in Würzburg oder Reutlingen wohnt und sich auf eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit eines Diebstahls verlassen kann, der sollte den Einbau einer technischen Sicherung erwägen. Durch die Alternative einer Lenkradkralle kann zwar ein direktes Losfahren verhindert werden, doch hindert dies wiederum die Diebe oftmals nicht, den Wagen einfach auf einen Anhänger zu verladen und damit wegzufahren. Auch kann der Schalthebel – sowohl bei manuell geführten, als auch bei Automatikwagen – durch einen Bügel arretiert werden. Nicht immer wird gleich das ganze Auto geklaut. Ein massiver Stahlbügel am Rad kann jedoch verhindern, dass teure Felgen plötzlich nicht mehr im eigenen Besitz sind. Besondere Sperrschrauben und Alarmanlagen, elektronische Wegfahrsperren und Bewegungsmelder für den Fahrzeuginnenraum, aber auch eine gezielte Sensorik, die bei Kontakt einer fremden Person an Türen und Motorhaube Laut gibt: Das sind allesamt Gimmicks, die sich Bastler sogar selbst in ihre Wagen einbauen können. Einen einfachen Schutz gilt es im Übrigen stets zu beachten: Den Autoschlüssel nicht verlieren! Und möglichst keine Wertsachen offensichtlich im abgestellten PKW liegen lassen.

 

Die gewissen Extras

Im Durchschnitt wurde ein 2014 gekaufter Neuwagen mit 17,15 Extras geordert: Bei Männern lag der Anteil mit 18,8% ein wenig höher als bei Frauen, die ihren Wagen nur zu rund 14% individualisierten. Auch die Arten der nicht serienmäßigen Einbauten unterscheidet sich nach den Geschlechtern; einzig beim Radio waren sich beide einig - kaum ein Wagen, der ohne ein solches umherfährt. Servolenkungen werden insbesondere von Frauen geschätzt – vielleicht, weil Männer beim Lenkraddrehen ihre Muskelkraft unter Beweis stellen können. Auch die Temperatur im Innenraum möchte gerne jeder selber einstellen können: Nur 6% verzichteten auf den Einbau einer Klimaanlage. Assistenz- und Sicherheitssysteme wie Seitenairbags und Regensensoren haben sich beim starken Geschlecht durchgesetzt, auf Abstandsregeltempomaten hingegen können insgesamt fast alle verzichten. Und dass eine Verkehrszeichenerkennung von nur vier Prozent der Autokäufer gefordert wurde, kann auch am ebenso niedrigen Bekanntheitsgrad der Anwendung liegen. Auf das bei Männern so beliebte Tuning – Tieferlegen, breite Reifen, lautes Motorengeräusch – legen Frauen gar keinen Wert. Sie setzen auf optische Reize: Neben dunklen Ledersitzen oder bunten Armaturenbrettern spielen sie mit je nach Fahrzeugmodell gebotenen Stoffen und Lackierungen: Bis zu 60 Kombinationsmöglichkeiten für Dachfarben, Radvarianten und Innenraumdekoration wie Polsterungen, Dekorelementen und Schaltkonsolen stehen der Autofahrerin zur Verfügung. Und wer es besonders romantisch mag: Designte LED-Sternendachhimmel sind ebenfalls Realität der heutigen Zeit. Aufs Dach bekommen die Männer hierbei auch gerne etwas: Allerdings entscheidet sich die Mehrheit gegen Glitzer und für eine Helikopterlandeplatz-Optik oder ein iPhone-Look. Neidisch werden muss hier niemand, denn auch in Gebrauchtwagen lassen sich diese Dinge allesamt integrieren: Einfach das passende Werkstattzubehör kaufen, und los geht’s!

 

Eine Kamera, viele Funktionen

Schließlich ist noch etwas neu auf dem Markt, das auch im Nachhinein noch als praktisches Extra montiert werden kann: Mittels der sogenannten Surround View-Kameratechnik können Unfälle beim langsamen Rückwärtsfahren wie beim Einparken verhindert werden. Die innovative Kameratechnik ermöglicht eine Erfassung des kompletten 360° Fahrzeugumkreises und eine dadurch realistische Einschätzung der jeweils gegebenen Situation. In den USA sind die Back-up Assistenten ab 2017 für Neuwagen vorgeschrieben. Wer bereits freiwillig nicht auf die Systeme verzichten möchte, muss sich ja nicht nur beim Einparken helfen lassen: Dank der weiträumigen Kamerafunktion muss man sich an warmen Sommertagen nicht mit der Fahrerin direkt neben einem begnügen!

Kommentare

Kommentar eingeben

* Pflichtfelder